Ach du Kanalstraße vier, was tät ich ohne dir!

— Armin Ayren

Schriftstellerhaus unterstützt die Aktion Vielfalt

Foto: Michael Seehoff

Das Schriftstellerhaus hat sich der von den Anstiftern und der Stiftung Geißstraße 7 initiierten Aktion Vielfalt – 0711 für Menschenrechte angeschlossen. So gut wie alle Kultureinrichtungen der Stadt unterstützen diese Aktion, die mit Veranstaltungen, Lesungen, Diskussionsabende, Filmvorführungen etc. auf die Formulierung der Menschenrechte vor siebzig Jahren hinweisen will.

Mittlerweile sind 226 Organisationen dem Bündnis beigetreten. Einen Monat lang werden die Menschenrechte in den Blick der Zivilgesellschaft gerückt.

Die Auftaktveranstaltung wird am 14. November um 19 Uhr im Rathaus stattfinden. Den Abschluss bildet der Festvortrag der diesjährigen Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Professorin Aleida Assmann, im Stadtpalais Stuttgart.

Alle Veranstaltungen sind auf der Webseite www.0711menschenrechte.de veröffentlicht.

Ausstellung der Künstlerbücher von Linienscharen

Für 2018 haben sich Linienscharen für ein anderes als das herkömmliche Ausstellungsformat entschieden. In einer Ausschreibung wurden Künstler*innen gebeten, ein Buchprojekt im Sinne eines Künstlerbuchs einzureichen, das an verschiedenen, nicht nur für bildende Kunst typischen Orten, einer breiteren Öffentlichkeit zugängig gemacht werden soll.

Zu diesem Zweck wurde ein Schrank gebaut, der die Bücher enthalten wird. Interessierte können die Bücher herausnehmen und anschauen. Mehr als 70 Künstler*innen, die in ihrer Vielfalt einen interessanten Überblick über momentane, auch überregional verortete, zeichnerische Tätigkeiten erlauben, lassen sich dabei entdecken.

 Der Schrank steht vom 22. Oktober bis zum 4. November im Haus und kann unter der Woche werktags von 15-18 Uhr (Mo-Do) besichtigt werden.

 

Lyrikstipendium des Stuttgarter Schriftstellerhauses gleich zweifach vergeben

Im Jahr 2019 vergibt das Stuttgarter Schriftstellerhaus erstmals das Stuttgarter Lyrikstipendium. Die Qualität der Einreichungen war außergewöhnlich hoch, sodass sich die Jury entschlossen hat, das mit 5.000 Euro dotierte Stipendium doppelt zu vergeben.

Das Stuttgarter Lyrikstipendium wird aus dem Erbe der 2017 verstorbenen Ehrenvorsitzenden Dr. Ruth Theil finanziert, in Gedenken an Johannes Poethen, den Lyriker und Gründer des Stuttgarter Schriftstellerhauses.

Das Lyrikstipendium erhalten Katharina J. Ferner aus Wien, die im Januar 2019 nach Stuttgart kommen wird, und die in Berlin lebende Autorin Kathrin Schmidt. Sie wird das Haus in der Kanalstraße 4 ab April 2019 bewohnen.

Das für dieses Jahr erneut vergebene Stipendium im Bereich Prosa geht an Svenja Gräfen aus Leipzig. Sie kommt ab Oktober in die Baden-Württembergische Landeshauptstadt.

Auch in den nächsten Jahren wird die Förderung der Lyrik einen Schwerpunkt des Stuttgarter Schriftstellerhauses bilden.

 

Podcast-Mitschnitt: Astrid Braun: Über Annette Kolb

Chantal Busse, Fabian Neidhardt, Astrid Braun (v. l.)
Foto: Susanne Stephan

Astrid Braun stellt Annette Kolb vor, erzählt von ihrem Leben, ihren Gedanken, ihrem Schreiben. Und das mit den unterschiedlichen Stimmen von Chantal Busse und Fabian Neidardt, ganz so sie es “Fräulein Kolb” gebührt, mal in weiblicher, mal in männlicher Tonlage.

Hören Sie hier den Mitschnitt der achten Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Zum Tod von Maria Beig

Maria Beig, die große Schriftstellerin Oberschwabens, lebt nicht mehr. Die Trauer im Verlag Klöpfer & Meyer über den Tod der 97-Jährigen ist groß.

Maria Beig gilt als die bedeutsamste Chronistin Oberschwabens im 20. Jahrhundert. 1920 in Senglingen geboren, wuchs sie als Kind einer bäuerlichen Großfamilie auf, arbeitete als Hauswirtschaftslehrerin und debütierte erst im Alter von 62 Jahren mit dem Roman „Rabenkrächzen“. Als ihr großer Förderer gilt Martin Walser, der sie beim Literarischen Forum in Wangen entdeckte und dort ihre große Wirkung als Literatin erkannte.

Weiterlesen »