Kanalstraße 4 - Das Stipendiatenblog des Stuttgarter Schriftstellerhauses

Wenn du ankommst im „Häusle“, liegt vor dir ein ganzer Berg von Tagen. Zuerst zögerlich noch, dann immer freudiger, näherst du dich der Stadt, den Schwaben und all den anderen in dieser kosmopolitischen Stadt.

— Vera Bischitzky, Stipendiatin 2003

(sieben)

was in den gästebüchern nicht steht, kann ich leider nicht sagen, weil, eben, was es dort nicht zu lesen gibt, davon lässt sich auch nicht schreiben, was ich weiß, ist aber, nicht jeder gast, der anwesend war, hat sich in eines der gästebücher eingetragen, philip nicht, zum beispiel, und auch lene nicht, und auch juliane, nein, auch jule nicht, schlicht fehlanzeige, und das macht mich vermuten, dass es noch viel mehr geschichten gibt, über dieses haus, diese wohnung, diesen schreibtisch, die für ewig fama bleiben, werden nämlich, heißt: Weiterlesen »

(sechs)

4.3.88, die handschrift straff und etwas wackelig, blaue tinte, neun zeilen lang – wenn man die grußworte mitzählt -, das sind die daten des ersten eintrags, in dem er, der bäcker, erwähnung findet, ich habe zwei nächte wunderbar geschlafen, trotz bäckerei, schreibt sophie f. da, ja, die bäckerei, also, die muss ich hier auch einmal erwähnen, weil sie, eben, immer wieder erwähnung findet. Weiterlesen »

(fünf)

das schreiben in ein gästebuch ist auch eine komische sache, weil es adressiert, ohne zu kennen, oder in der kenntnis der angesprochenen person, aber eben in aller öffentlichkeit, nicht wahr, so denke ich zumindest, ein bisschen wie ein analoges facebook, wo also a sich an b wendet, im wissen -und der hoffnung-, c, d, e, f und ff mögen es auch Weiterlesen »