Kanalstraße 4 - Das Stipendiatenblog des Stuttgarter Schriftstellerhauses

Die Atmosphäre war faszinierend: In einer großen Stadt leben und gleichzeitig sehr geborgen sein in dem alten Haus. Man konnte losziehen und war dennoch beschützt.

— José F. A. Oliver, Stipendiat 1988

(fünf)

das schreiben in ein gästebuch ist auch eine komische sache, weil es adressiert, ohne zu kennen, oder in der kenntnis der angesprochenen person, aber eben in aller öffentlichkeit, nicht wahr, so denke ich zumindest, ein bisschen wie ein analoges facebook, wo also a sich an b wendet, im wissen -und der hoffnung-, c, d, e, f und ff mögen es auch Weiterlesen »

(vier)

eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, zwei beiträge pro woche zu veröffentlichen, so pi mal daumen zumindest, ungefähr, weil das internet bekanntermaßen ein echtzeitmedium ist, heißt: neuigkeitswert und aufmerksamkeit invers proportional, zumindest glaube ich, dass man das so sagen kann, aber, egal, denn tatsache ist, dass ich in echt nicht hier war, sondern andernorts, und dort wo ich war, war es trubelig, ich hatte die gästebücher nicht bei mir, usw. aber: Weiterlesen »

Gastbeitrag Viktor Dallmann

Nichts gefunden haben beim Landgang
(von Viktor Dallmann)

für jeden Wolfgang B.

Dieser Wind und wir sind
ja nicht am Meer
Ein wortverwehter Kanalarbeiter
und sein Uninstrument
ist ein Bohrer der klingt
schon wie gern
würde ich den Weg falten hier
an der Stelle unterhalb deiner Dinge
um schneller zu sein 
das kennt man doch
Hier klicken und das ganze Gedicht lesen »

(drei)

aauf der ersten seite des gästebuchs (übernachtungsgäste im braunen zimmer, 1) findet sich der vermerk, lieber übernachtungsgast, bitte tragen sie in dieses heft ihren namen + anschrift + telefonnummer und das datum ihrer übernachtung ein, mit den adressen, denke ich, ist das ja so eine sache, nicht wahr, wenn ich diese bücher nämlich durchblättere, dann entdecke ich Weiterlesen »

(zwei)

tibor heißt gar nicht tibor, das ist mir aufgefallen, kurz nachdem ich den letzten eintrag gepostet habe, als ich das nächste gästebuch aufschlug, und in der gleichen handschrift einen eintrag fand, unterzeichnet, aber, eben, also, imre török. nicht tibor. imres erster eintrag stammt übrigens vom 11. januar 1991, seit der gründung unseres häuschens, schreibt er, habe ich als es als mit-organisator, als gastgeber, aktivist und regelmäßiger besucher gekannt und geliebt. nun, nach unserem wegzug in die pampa, kam ich selber als gast hierher – ach, es ist herrlich Weiterlesen »