Schöpferisch und friedlich war mein Leben im Schriftstellerhaus. Mit Schwermut verlasse ich den Ort.

— Fuad Rifka, Lyriker, Hölderlin-Spezialist aus Beirut, 2002

Vernissage “Wie wir sie sahen”

Günter Guben (links) und Michael Seehoff © Tatjana Seehoff

Am 16. Februar eröffneten Günter Guben und Michael Seehoff ihre Ausstellung „Wie wir sie sahen“ im Schriftstellerhaus. Das kleine Haus in der Kanalstraße 4 war erwartungsgemäß sehr voll. Bei Sekt und Knabbereien konnten die Gäste die ausgestellten Bilder bewundern.

Michael Seehoff führte in seiner Eröffnungsrede aus, wie er über seinen Blog zur Fotodokumentation von Schriftstellern in Stuttgart gekommen ist. Alle seine Werke präsentiert er in Schwarz/Weiß.

Ein Foto hält den Augenblick fest

Günter Guben verwies in seinen Ausführungen auf den Umstand, das gute Fotos Geschichten erzählen und zu Geschichten werden. Das passt zum Anspruch des Schriftstellerhauses, dem Hort mannigfaltiger Geschichten. Wie der Schriftsteller ist auch der Fotograf verantwortlich für die Ethik seines Tuns. Dabei kann er wählen zwischen Wahrheit, Zynismus, Lauterkeit, Übertreibung, Zurückhaltung, Anteilnahme, Ablehnung und anderen Möglichkeiten. Doch immer sollte er der Wahrhaftigkeit verpflichtet sein. Im Gegensatz zum Text entscheidet sich beim Foto innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde, wie eine Persönlichkeit dargestellt und ihre Geschichte erzählt wird.

Diese Geschichten konnten die Besucherinnen und Besucher an diesem Abend in den Bildern entdecken. Alle anderen haben Gelegenheit, die Fotos noch bis zum 13. April 2017 zu betrachten. Geöffnet ist die Ausstellung Montags bis Donnerstags von 14-18 Uhr. Michael Seehoff

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