Ich kam aus Namibia und fand im „Häusle“ ein zweites Zuhause.

— Giselher Hoffmann, Stipendiat 2004
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“Der Roman fasst mich persönlich tief im Innersten”. Astrid Braun über “Unter der Drachenwand”

"Der Roman fasst mich persönlich tief im Innersten" Astrid Braun über "Unter der Drachenwand"

© Stuttgarter Schriftstellerhaus

“Gerade zu diesem Roman von Arno Geiger wird es einige Contra-Stimmen geben: „Immer dieser zweite Weltkrieg“, „wen interessiert das noch“… oder aber …. „das ist für mich zu schrecklich, davon will ich nichts mehr hören“ …
Bei jedem Roman, den wir für „Stuttgart liest“ ausgewählt haben, gab es ausgeprägte Pros und Contras, die man als Veranstalter innerlich über Monate mitlaufen lässt, sich wappnet. So wird es auch dieses Mal sein.
Bei der Drachenwand halte ich es so: Arno Geiger verhandelt etwas Wesentliches, er verhandelt Schmerz und Mühsal. Dazwischen hüpfen die Hoffnung und die Liebe. Der Roman fasst mich persönlich tief im Innersten. Vielleicht auch, weil er die Geschichte meiner Eltern berührt. Ich stelle mir sie gerne vor, als junge Liebende, die was daraus machen, dass sie überlebt haben. “

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Die Stuttgarter Drachenwand

Buchhandlung Hugendubel am 19. Juni 2019

Die Stuttgarter Drachenwand 1

Die Stuttgarter Drachenwand – Fotos: Astrid Braun

Bereits zwei Tage vor dem offiziellen Auslieferungstermin haben wir die erste Stuttgarter Drachenwand gesichtet, will sagen den ersten Stapel mit der TB-Ausgabe vom Stuttgart-liest-ein-Buch-Roman-2019 “Unter der Drachenwand”, geschrieben von Arno Geiger. Also nichts wie hin in die Buchhandlungen und sich ein Exemplar des Romans sichern. Danehmen sind gleich die Programmhefte zum Festival vom 16.-27. September 2019 zu finden sowie die Karten des literarischen Preisausschreibens zum Roman: Lesen-Ausfüllen-Einwerfen.

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Stuttgart liest ein Buch in der Stuttgarter Zeitung

Stuttgart liest ein Buch in der Stuttgarter Zeitung

© Stuttgarter Schriftstellerhaus

Stuttgart liest ein Buch wirft seine Schatten voraus! Wir freuen uns über einen schönen und ausführlichen Bericht in der Stuttgarter Zeitung. Stefan Kister hat nicht einfach nur unser Lesefestival angekündigt, sondern ist auch auf die Historie und das Buch eingegangen.

Der Artikel kann hier nachgelesen werden

 

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Hot-Spot der Lyrik

Wo gibt es das in Stuttgart, dass Literatur so einlässlich und klug diskutiert wird? Und zwar an der Quelle, im Entstehungsprozess. Das Stuttgarter Schriftstellerhaus ist der Ort dafür – der Verein versammelt Expertinnen und Experten des Schreibens.

Wie fruchtbar seine Treffen sein können, zeigte sich wieder am 6. Juni, als der Lyriker Wolfgang Haenle im Forum der Autoren neue Gedichte vorstellte. In familiärer Atmosphäre wägt die Runde auch einzelne Worte, diskutiert Formfragen (Wozu passt ein Prosagedicht, wozu ein klassisches?), geht auf Reisen in atmosphärische Welten – zu virtuellen Models im Netz und zu den angeketteten Hunden Kretas.

Kein Schnell-Schnell, kein Drüberweg, wie es das in unserer Zeit nur zu oft gibt, auch im Umgang mit Literatur.
Das Schriftstellerhaus, dieses schmale, alte Bauwerk in der Kanalstraße 4 mitten in der City, hat sich zum Hot Spot der Lyrik gemausert. Das Fassadengedicht Katharina Ferners zeigt es ebenso wie unser aktueller Gast, die hochdekorierte Autorin Kathrin Schmidt. Beide Gewinnerinnen unseres 2019 neu geschaffenen, gut dotierten Stuttgarter Lyrikstipendiums. MH
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Schrittzähler, Schnittfehler, Bittsteller …

Schrittzähler, Schnittfehler, Bittsteller ...

Platanen-Schnitt auf der Königstraße © Kathrin Schmidt

Au weia, der Herren- oder Vatertag liegt schon eine gute Woche zurück, und ich wollte doch … Doch der virtuelle Blogblock lag wohl unter realem Papierkram, wer weiß. Jedenfalls 30.5., Herrentag.
Ich vermeide es an diesem Tag für gewöhnlich, von Berlin-Mahlsdorf aus ins Brandenburger Umland zu fahren. Die Wahrscheinlichkeit, von radelnden Altherrenhorden, geschmückten, mannhaltigen Pferdefuhrwerken oder Bubis auf Bierwanderung aufgehalten zu werden, ist mir zu groß. Nicht so offenbar in Stuttgart: Ich dröselte wieder einmal mit der Bahn quer durch die Stadt, bis aufs Land, und das hielt sich bedeckt. Sicher, hier und da kleine, maskuline Aufläufchen, aber kein Grölen, kein Anmachen. Bravo, Jungs!
Zufrieden fuhr ich zurück zum Hauptbahnhof, denn meine täglich verordnete Schrittbilanz wies noch ein Defizit auf, das ich auf dem Weg zu Fuß zum Charlottenplatz ausgleichen wollte. Der Weg durch die Königstraße hatte eine Überraschung parat. Ich hatte die stark gestutzten Platanen für nicht mehr lebendig gehalten. Seit April vermisste ich Blätter, während die nicht gestutzten dieser Bäume, zum Beispiel auf dem Schlossplatz, heftig austrieben. Der Mann meiner Freundin hatte vor einigen Jahren eine Blutbuche so stark entlaubt und gelichtet, dass sie unweigerlich eingegangen war. Ich vermutete einen Schnittfehler der städtischen Baumfriseure … Aber nichts da: Erste Blattlämmchen zeigten sich! Zwar leuchtet mir noch immer nicht ein, was der Zweck der Radikalbeschneidung sein könnte, aber die Freude war groß.

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