„Berühre die Steine im Fluss“ – Lesung mit Wolf Reuter

Berühre die Steine im Fluss
In den so verschiedenen geokulturellen Sphären Chinas und Deutschlands wachsen parallel die zwei Protagonisten des Romans auf. Huang, der Sohn eines armen Reisbauern, durchlebt den großen Sprung und die Kulturrevolution mit ihren Wirren und Grausamkeiten, jubelt Mao in Peking zu. Miriam, aus Münchner gutbürgerlichem Hause, durchläuft Schule, Tanzstunde, erste Lieben, studiert, engagiert sich den Maoisten nahe stehend und lernt mit dem Ziel, das Land ihrer Visionen zu besuchen, chinesisch. Im Rahmen eines Kulturabkommens geht sie als Dozentin an eine Universität in Shanghai. Es ist die Zeit Deng Xiaopings, der Reform und Öffnung verspricht.
Im Kollegium der dortigen Universität lernt sie Huang kennen. Sie verlieben sich, heiraten trotz politischen Widerstands, bekommen einen Sohn. Miriam lebt eingebunden in die Großfamilie mit ihrer wechselseitigen Hilfe und geht ihrem Beruf als Dozentin nach. Komplikationen treten auf, wenn östliches und westliches Verhalten und Denken aufeinanderprallen. Nach einer ihrer Vorlesungen geraten auch die politischen Systeme in einen konfrontativen Vergleich.
In Tibet, während einer Reise, verstößt Miriam gegen Rede- und Handlungsverbote. Sie wird verhaftet und ausgewiesen …
… ein Roman, der von tiefen Einblicken in die chinesische Denkwelt zeugt.


