Schöpferisch und friedlich war mein Leben im Schriftstellerhaus. Mit Schwermut verlasse ich den Ort.

— Fuad Rifka, Lyriker, Hölderlin-Spezialist aus Beirut, 2002
Aktuelles

Literatur im Salon geht in die dritte Runde

Literatur im Salon - Sie schreibt …

Unsere Veranstaltungsreihe Literatur im Salon unter dem Motto: “Sie schreibt …” ist jetzt online
Freuen Sie sich auf Susanne Fritz, 8. Juni, Sudabeh Mohafez, 22. Juni, Nina Jäckle, 28. Juni, Ulrike Schäfer, 5. Juli, Odile Kennel, 13. Juli, Verena Boos, 17. Juli, Friederike Gösweiner, 27. Juli sowie Astrid Braun, Chantal Busse und Fabian Neidhardt am 14. September 2018.

Der Kartenverkauf online beginnt am 14. Mai. Persönlich können Sie am 14. und 15. Mai, jeweils ab 14-18 Uhr, Karten im Schriftstellerhaus erwerben.

Wo genau die von Ihnen gewünschte Veranstaltung stattfindet, erfahren Sie erst mit dem verbindlichen Kauf Ihrer Karte(n).
Reservierungen vorab per Mail oder telefonisch sind nicht möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Stipendiaten-Blog

23. Juni 2018

Gestern Salon-Lesung Sudabeh Mohafez. Sie kann sowohl Komik wie Tragik. Jede Geschichte wirkt authentisch, selbst wenn es sich um eine Auftragsarbeit handelt. Und ihre Persönlichkeit kommt so freundlich rüber. Das Publikum fühlt sich angenommen und gemocht.

Auch sie war Stipendiatin in diesem Haus und hat sich in Stuttgart verliebt. Sie ist geblieben…

Stipendiaten-Blog

22. Juni 2018

Ein Gang über die weiten, ungemähten Grasflächen unter den solitären Bäumen des Rosensteinparks führt in das heiße und hinreißende Wilhelma Theater. Kurt Weills Street Scene kann mich allerdings nicht begeistern. Der Versuch, die amerikanische Flüchtlingslagersituation auf heutige Lager zu übertragen, wirkt gezwungen und hebt das Veraltete eher noch hervor. Weiterlesen »

Aktuelles

Gerlinger Lyrikpreis bzw. Förderpreis 2018 an Walle Sayer und Anne Nimmesgern

Das Stuttgarter Schriftstellerhaus gratuliert sehr herzlich!

Die Petra Schmidt-Hieber Literatur-Stiftung verleiht an Walle Sayer aus Horb den Gerlinger Lyrikpreis 2018. Den erstmals ausgeschriebenen Förderpreis der Stiftung erhält Anne Nimmesgern aus Stuttgart. Die Preise sind mit 7500.-bzw. 2500.- Euro dotiert.

Die Jury – bestehend aus Michael Braun, Irene Ferchl, Hans Thill, Wolfgang Tischer und Henning Ziebritzki – spricht den beiden Lyrikern mit folgenden Begründungen die Preise zu:

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Aktuelles

Podcast-Mitschnitt: Susanne Fritz: »Wie kommt der Krieg ins Kind«

Als junges Mädchen war die Mutter der Autorin nach dem Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterin in Polen interniert, eine schreckliche Erfahrung, die sie in sich selbst vergrub. Lange haderte die Tochter mit dem mütterlichen Schreibverbot, dann las sie Briefe und Tagebücher, suchte in Archiven, reiste an die Schauplätze, grub in Erinnerungen. Das lesenswerte Ergebnis ist ihr Buch, zugleich Familien- und Zeitgeschichte, Erzählung und Essay über generationsübergreifende Verletzungen.

Hören Sie hier den Mitschnitt der ersten Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Stipendiaten-Blog

16. Juni 2018

Bei den vielen Lesungen und Gesprächen hier im Haus sowie dadurch, dass ich vielen Leuten mein Exposé und auch den Roman geschickt habe, um beides zu verbessern, ist mir eine Erkenntnis gekommen: Man braucht andere, um sich zu verbessern, das ist bekannt; andere glätten und schleifen Geschichten und Sprache aber auch so lange, bis sie glatt wie Fotomodelle sind und jede Individualität verloren haben. Mir ist das beim Exposé aufgefallen, das ich so lange habe verbessern lassen, bis es auf jeden Roman hätte passen können. Und bei Textauszügen wurde die Sprache so glatt und fein normiert, dass sie nicht mehr auf die schmutzigen und kantigen Figuren passte. Auf Individualität und Originalität ist also aufzupassen, Mitmenschen neigen dazu, sie zu glätten und zu schleifen. Auf der anderen Seite gilt es achtzuhaben, dass Mitmenschen noch mit einem leben können. Zwischen Gefallsucht und Dissozialität liegt der Mittelweg. Merkt ihr, mit den letzten beiden Sätzen bin ich ebenfalls so allgemein geworden, dass jeder nur nicken braucht. Dann aber ist die Grenze überschritten, jenseits werden Sätze unnötig, wir können das Reden und Schreiben einstellen.