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Buchpräsentation „Wie Schwimmen im Sand“ von Alexandra Alius

Der Veranstaltungsraum hier im „Häusle“ war bis auf die letzte Ecke gefüllt. Gebannt lauschten die vielen Zuhörenden Alexandra Alius, die aus ihrem ersten Roman „Wie Schwimmen im Sand“ las.

Der Roman, dessen Handlung 2001 beginnt und sich bis 2017 erstreckt, behandelt die Geschichte einer Familie und in ihrem Zentrum der Mutter, die versucht, allen gerecht zu werden. Adoption, der Umgang mit Trauma und seinen Folgen, Rivalität zwischen Geschwistern, und Schuldgefühle darüber, all dies nicht perfekt lösen zu können: es wurden viele Themen rund um Mutterschaft aufgegriffen. Im Gespräch mit Viola Völlm sprach Alexandra Alius über Autofiktionalität, wie sich Figuren entgegen den Erwartungen als Autorin anders entwickeln können, den Zwang, eine perfekte Mutter zu sein, obwohl es die perfekte Mutter nicht gibt, und Kinder, die durch alle Raster des Jugendamts und ihren Unterstützungsmaßnahmen fallen. Das große Familiengeheimnis wurde jedoch nicht gelüftet, sondern für die Lesenden offengehalten.

Es war eine gelungene Lesung für ein sprachlich hervorragendes und spannendes Buch. Wer danach kein Exemplar mehr ergattern konnte, kann beim Rote Katze Verlag fündig werden. Und wer den Abend verpasst hat, kann ihn noch am 8.2. um 11 Uhr im Kunstsalon Heslach, oder am 15.3. um 16 Uhr in der Alten Schule in Stuttgart Rohracker nachholen.

Text: Nadia Durakovic

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