Schöpferisch und friedlich war mein Leben im Schriftstellerhaus. Mit Schwermut verlasse ich den Ort.

— Fuad Rifka, Lyriker, Hölderlin-Spezialist aus Beirut, 2002

Die Verleger Narr und Klöpfer machen gemeinsame Sache

Die “Wissenschaftsverlegerfamilie” Robert, Gunter und Sonja Narr mit dem neuen Verlagspartner Hubert Klöpfer und Unternehmensberater Dieter Durchdewald, der diese Nachfolge-Konstruktion moderiert hat (von links) (c)Annette Maria Rieger/Verlag Klöpfer & Meyer

Der Tübinger Verlag Klöpfer & Meyer wird demnächst als GmbH & Co. KG aufgelöst werden. Gleichzeitig wird es auf Initiative der Tübinger „Wissenschaftsverlegerfamilie“ Sonja, Gunter und Robert Narr in diesem Frühjahr die Verlagsneugründung Klöpfer, Narr GmbH geben. Weiterlesen »

Ausschreibung “Limburg-Preis” für Erzählungen

Die Stadt Bad Dürkheim vergibt 2019 im Rahmen ihres Literatur-Wettbewerbes zum zehnten Mal den ,,Limburg-Preis” für Erzählungen.
Ausgerichtet wird der Wettbewerb vom Kunstverein Bad Dürkheim.

Preisgeld: 4.000 Euro Weiterlesen »

Wir trauern um Christine Brunner

Christine Brunner Foto: Stadt Stuttgart

Mit großer Bestürzung haben wir gestern vom plötzlichen Tod unserer geschätzten Kollegin, Christine Brunner, erfahren. Seit 2013 war Christine Brunner die Direktorin der zentralen Stadtbibliothek am Mailänder Platz sowie der vielen Außenstellen. Alle Menschen in Stuttgart, die mit Literatur, Wissen und Bildung zu tun hatten, haben Frau Brunner gekannt und ihr freundliches Wesen, ihre große Sachkompetenz und ihr vorbildliches Auftreten über viele Jahrzehnte erleben können.
Auch das Stuttgarter Schriftstellerhaus durfte wie zuvor schon unter der Leitung von Ingrid Bussmann, die einige Jahre nach ihrer Pensionierung noch die erste Vorsitzende unseres Vereins gewesen ist, in der Stadtbibliothek zu Gast sein und wurde vom Team immer wunderbar unterstützt. Nicht wenige Male war Christine Brunner auch persönlich anwesend.
Dieses offene, vielseitige Haus ist unter der Leitung der beiden Damen Bussmann und Brunner zu einem wahren Magneten in der Stadt geworden. In den Räumen der Bibliothek durfte man zur Ruhe kommen, nach Herzenslust in den Büchern und neuen Medien stöbern, arbeiten und nachdenken und wusste sich behütet von der Leitung und dem Team.
Wir verlieren mit Christine Brunner eine wirkliche Dame mit großer Ausstrahlung. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.
Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 27. Dezember 2018 um 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Stuttgart-Weilimdorf statt. AB

 

Ausstellung Fotos Roland Bauer: “Bäuerliche Lebensformen sterben mit den alten Leuten”

1982 legt Roland Bauer als Absolvent der Fachhochschule für Fotografie Dortmund seine Examensarbeit vor: „Bäuerliche Lebensformen sterben mit den alten Leuten”.

Authentizität ist der Impuls der Zeit, Dokumentation, Bestandsaufnahme von Wirklichkeit. In einem Kocherseitental kristallisiert sich sein Thema aus – auf Kodak Barytpapier ­– in der Existenz und Bekanntschaft eines alten, kleinbäuerlich wirtschaftenden Geschwisterpaars.

Die Arbeit macht Furore, erhält den Kodak Fotobuchpreis 1983, wird verlegt. Zwei Auflagen sind schnell vergriffen, der Band ist seit Jahren nicht mehr verfügbar. 2012 endlich eine Neuedition.

Die Distanz von 30 Jahren versucht ein Text von Gilbert Fels auszuloten: „Was aber bleibt”.
Fotos und Text sind ab dem 26. November bis zum 20. Dezember 2018 zu sehen im Schriftstellerhaus, Mo-Do von 16-18 Uhr.

Thaddäus-Troll-Preis 2018 an Kai Wieland für “Amerika”

Der 1989 in Backnang geborene Kai Wieland studierte Buchwissenschaft an der LMU in München und arbeitet seit 2016 für ein Verlagsbüro in Stuttgart. Mit “Amerika” wurde er Finalist beim Preis der Literaturblogger “Blogbuster”. Denis Scheck schrieb über ihn: “Ein schwäbischer William Faulkner, der zur Entdeckung einlädt.”

Die Jury des Förderkreises schreibt in ihrer Begründung: “In diesem Kaleisdoskop eines verlorenen schwäbischen Dorfes namens Rillingsbach verknüpft der Autor eine Handvoll Schicksale zu einer Chronik, die sich nicht damit brüstet, die einzig wahrhaftige Darstellung der Ereignisse zu sein. Der “Chronist”, der allein mit dieser sperrigen Bezeichnung im Buch auskommen muss, begibt sich aus unbekannten Gründen auf die Jagd nach Typen und Geschichten in dieser gottverlassenen Gegend zwischen Murrhardt und Backnang, und er begibt sich mitten hinein die Brutstätte jeder Legendenbildung, in die Dorfwirtschaft. Hier trifft er auf die oft schon aufgewärmten Erinnerungen an Kriegs- und Nachkriegszeiten, er begegnet Kopfschlächtern, Nazis, Sängern, Dichtern, wilder Dorfschönheit, Rebellen, verpassten Gelegenheiten und unausgelebten Träumen. Kai Wieland gelingt in “Amerika” eine fein austarierte Melange aus sachlich bilanzierendem Ton, sensiblen Beobachtungen und trockenem Witz und gibt so einer viel erzählten Zeit ein anderes Gesicht.” Weiterlesen »