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Drei Fragen an Regina Rechsteiner

Regina Rechsteiner (Foto: Rechsteiner)
Regina Rechsteiner (© Foto: Rechsteiner)

Am 10.6. nimmt Regina Rechsteiner ihre Tätigkeit als neue Geschäftsführerin im Schriftstellerhaus auf. Grund genug, ihr 3 Fragen zu stellen, um sie schon einmal ein wenig kennenzulernen!

Du kommst aus dem Landtag, der in einem Bau aus den 1960er Jahren residiert, in ein knapp 5 m schmales und fast 11 m hohes, denkmalgeschütztes Haus aus dem 17. Jahrhundert. Was reizt Dich an diesem Wechsel?

Die Gebäude sind wirklich äußerst verschieden, sowohl von innen, als von außen, ganz zu schweigen vom Alter her. Doch beide Häuser beherbergen Menschen, die Sprache in den Blick nehmen, mit ihr umgehen, ihre Feinheiten beachten und sie einsetzen. Wofür sie Sprache verwenden, ist wieder sehr verschieden, das Politische will überzeugen und gestalten, will regeln und steuern, das Literarische will erkennen und ausdrücken, will auch gestalten, aber dabei finden und erfinden. Meine Leidenschaft für Sprache und wie man sie verwenden kann, das wird mir bleiben. Jetzt freue ich mich besonders auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit mit vielen Kreativen, Sprachverliebten, Bücherbegeisterten, LiteraturkennerInnen und KünstlerInnen.

Erzählst Du Deiner Tochter Geschichten, die Du Dir selbst ausdenkst oder liest Du ihr lieber etwas aus Bilderbüchern vor?

In einer dieser langen Nächte, in der meine Tochter als Baby nicht einschlafen konnte, habe ich mal die Prinzessin-ohne-Schlaf erfunden, die durch ihre endlose Zahl an Zimmern wandert. Sie schlief tatsächlich irgendwann ein, was für oder gegen die Geschichte spricht, je nachdem. Ansonsten lese ich täglich sehr viele Bilderbücher vor, die ich abwandle, wenn mir der Text nicht gefällt – was öfters vorkommt. Zu wenige Mädchen, zu wenig divers, zu wenig Sprachmelodie.

Skizzen 2 - page 23 (© Regina Rechsteiner)
Skizzen 2 – page 23 (© Regina Rechsteiner)

Wer sich auf Deiner Website umschaut findet auch Zeichnungen und Aquarelle, verbunden mit kurzen poetischen Texten. Was reizt Dich an der Verbindung von Text und Bild?

Neben dem Schreiben zeichne und male ich sehr gerne. Mich inspiriert der Wechsel der Kunstform und er interessiert mich auch. Welche Bilder steigen in mir auf, wenn ich den Pinsel in der Hand habe, welche, wenn es der Stift ist? Das ist durchaus verschieden. In meinem künstlerischen Arbeiten wechseln sich Phasen des Schreibens und Phasen des Zeichnen/Malens immer wieder ab. Mit der Verbindung von beidem experimentiere ich. In Texten schreibe ich gern über das Malen. Und manche Bilder regen zum Schreiben an. Ich glaube, die Verbindung aus Text und Bild und welche Möglichkeiten in ihr liegen, das will ich auch in Zukunft noch weiter für mich erforschen.

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