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Start Podcast: Aus dem Häuschen Folge 7: Kämpfen für Kultur und mit der Bürokratie

Folge 7: Kämpfen für Kultur und mit der Bürokratie

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Folge 7: Kämpfen für Kultur und mit der Bürokratie
Astrid Braun und Wolfgang Tischer bei der Podcast-Aufnahme (Screenshot: Zoom)

Astrid Braun und Wolfgang Tischer bei der Podcast-Aufnahme

In der heutigen Ausgabe unseres Podcasts machen wir uns doch mal Luft. Das war eine ziemlich bescheidene Woche, die hinter uns liegt. Das Wort “Ruhe” bekommt eine neue Dimension. Ein “Ruhetag” sollte eingelegt werden, blöd nur, dass Fließ- und andere Förderbände nicht wirklich einen Ruhemodus haben. Sie werden einfach ausgeschaltet, wenn nötig. Aber ein Land ist eben ein großer Tanker, der – liegt er still wie jetzt ein Containerschiff im Suezkanal – nicht so einfach manövriert werden kann. Die Masse ist träge, Ruhe okay, aber wer macht den Tanker, um im Bild zu bleiben, dann wieder flott? Es blieb uns erspart, Angela Merkel bat um Verzeihung. Ein denkwürdiger Moment. Um Verzeihung bitten ist ein sehr starkes Bild. Können wir das überhaupt “verzeihen”? Im Sinne von “vergeben”? War das nicht die Sache von höheren Mächten?

Zurück zum Podcast: Wolfgang Tischer und ich, wir haben heute bisschen gemeckert, doch noch mal die Misere der Kultur aufgerufen und die so genannten Hilfspakete unter die Lupe genommen. Im Oktober letzten Jahres haben wir nämlich bei dem Neustart Kultur des Bundes einen Antrag auf Unterstützung für die “investiven Maßnahmen” gebeten, die notwendig sind, um Veranstaltungen, wenn nicht vor Publikum, dann doch digital durchzuführen. Dazu braucht man Mikrophone, Aufnahmegeräte, evtl. Kameras, wenn Streamen möglich sein sein, Scheinwerfer etc. Ganz zu schweigen von Trennwänden und auch Menschen, die die Technik beherrschen. Am 1. März kam die erste Rückmeldung, wie seien jetzt im Modus der Bearbeitung angelangt. Großartig. Aber dann. Insgesamt fünf Runden mit zusätzlichen Nachfragen, Erklärungen und überarbeiteten Kostenplänen liegen hinter uns. Jetzt sind wir wieder in der finalen Bearbeitung, in ein oder zwei Wochen könnte ein Bescheid zu erwarten sein. Prima. Dann hat der Prozess ein halbes Jahr gedauert – mit ungewissem Ausgang. Ein Schuft, der schlecht darüber denkt.

Aber wir haben auch darüber gesprochen, was wir trotz allem erreicht und gemacht haben. Und das ohne einen zusätzlichen Cent. Musste mal gesagt werden. Halten Sie durch, wir tun es auch. Und denken Sie an Ihre Buchhandlung, die auch wieder schließen muss.