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manchmal macht die Stille, stummer Schwan, mich auch verlegen

siehe / Zitat: es ist Teil meines Schreibens / ist Buchkorb & Brustgeflecht / meine in diesem 1 Verlorenheitsjahr, als wir uns aus den Augen & / unter dem Stand, Unterstand & untergestellt in / dieser Regen durchzogenen Nacht, in dieser 1 hellen / Nacht, als der Mond noch immer schien / selbst durch die Wolkendecken durch & diese Stille / manchmal macht die Stille mich verlegen / sie ist auch nur Teil von vielleicht / 1 Gespräch, von vielen / den wenigen, die / so unwiederbringlich, wenn ich nun dein Bild / gleich dem wie ich dich seh / dieses Rom & bisschen Sonne / da sind auch Schattenseiten, fraglos / aber wenn 1 eint, dann das Spiel mit / Sprache, Setzung, Satz / sagst: / hinter jedem 1 schreibender Körper, 1 Leben / lebenslang Mensch / der sich im Wort, im Nichtwort veräußert; anderswo an / diesen Tagen / in diesen wilden / nein / wildbirnenartiges Wesen, das so schön / nach Lebenluft & Lebenlust / dürstend ringt, vielleicht auch / verlebt, veratmet in / dieser Stadt / verlaufen / die dir doch wahrlich nah / & fremd zu gleichem Teil / selbst die Straßen, welche / Steine / welche Stimmen / stemmte, tauschte man // auf ihnen 1 Exil, 1 / Altpapier, Knüllpapier & / wohlgeformt auf / Bücherrücken / Buch gerückt, gestützt & wortverwandt in / Klarheit, klanglich / Schrift & Sprache: SCARDANELLI / den dir schon so viele aus dem Feuer ziehen wollten; / herausgezogen / & gezähmt / angezählt in hoffentlicher Zähmung / der Gestalt des Hüters / Hölderlin / wie sorgsam, sanfte / Sympathie / die doch so viele schon empfanden // Empfang & Lilien, da / sind Blumen, Linden-, nein / lyocellgewebtes Lavendel, leichtes / Rosa / selbst das Klackern der Schuhe / Absätze auf / steingepflasterten Straßen / die so unüberhörbar im Takt bis / alles still, selbst das Halten für / den Moment / Tumult / hier sieht & siehe da / kindgeschritten / lückenhaft, wenn du mich / fragst / hinterließ das Gespräch unsagbare Stellen / Randstellen / fleckig & rotweingerahmt / Malvasia nera / Amok durch die Blumen / gesprochen / gestreut, da bleibt nur / Blütenstaub & Salz & 1 / Herbarium an / Trockengelegtem

Raoul Eiselehttps://www.raouleisele.com/
Raoul Eisele reiste am 11. September 2021 an und wird bis Mitte Dezember im Stuttgarter Schriftstellerhaus leben und arbeiten. Er erhält das Stipendium der Landeshauptstadt Stuttgart, das der Verein finanziell zu einem zweiten Lyrikstipendium aufgestockt hat. Eisele wurde 1991 in Eisenstadt, Österreich geboren, er lebt in Wien.