Ach du Kanalstraße vier, was tät ich ohne dir!

— Armin Ayren
Aktuelles

Podcast-Mitschnitt: Odile Kennel: “Mit Blick auf See”

Odile Kennel (links) und Moderatorin Astrid Braun bei der Lesung (Foto: Tischer)

Odile Kennel (links) und Moderatorin Astrid Braun bei der Lesung (Foto: Tischer)

Odile Kennel, aufgewachsen in Bühl/Baden, wuchs zweisprachig auf. Die Stipendiatin aus 2014 ist eine Doppelbegabung, denn sie schreibt sowohl Prosa als auch Gedichte und ist als Übersetzerin aus dem Französischen, Spanischen Portugiesischen und Englischen tätig. „Was Ida sagt“ (dtv, 2011) war ihr erster, sehr erfolgreicher Roman und „oder wie heißt diese interplanetare luft“ ihr erster Gedichtband, dtv 2013. Im Schriftstellerhaus arbeitete sie an ihrem zweiten Roman „Mit Blick auf See“, der die Erinnerungen einer Frau mit der Geschichte der Bundesrepublik grundiert.

Susanne Martin hat einen schönen Blogbeitrag zu der Lesung geschrieben.

Hören Sie hier den Mitschnitt der fünften Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Aktuelles

Podcast-Mitschnitt: Nina Jäckle: “Stillhalten”

Auch der Roman von Nina Jäckle geht auf Spurensuche. In ihrem elften Buch lässt sich die Autorin, 1966 in Schwenningen geboren, von der Vergangenheit ihrer Großmutter inspirieren. Als junge Tänzerin, Tamara Danischewski, wurde diese von Otto Dix porträtiert, als blonde, geradezu brave Schönheit, im Gegensatz zum weitaus bekannteren Porträt von der „roten“ Anita Berber. Glücklich ist die Tänzerin, die sich früh von der Bühne verabschiedete, mit diesem Entschluss nicht geworden. Jäckle fiktionalisiert die Geschichte ihrer Großmutter radikal.

Hören Sie hier den Mitschnitt der dritten Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Aktuelles

Bewerbung für Stipendien 2019

Am 15. August sollte die Bewerbung für ein Aufenthaltsstipendium im Stuttgarter Schriftstellerhaus eingegangen sein.

Es gibt eine entscheidende Neuerung, denn dank des Erbes von unserer verstorbenen Ehrenvorsitzenden Dr. Ruth Theil sind wir in der Lage, neben zwei Stipendien für Prosa oder dramatisches Schreiben ein drittes für Lyriker auszuloben, das mit 5000 Euro auch höher dotiert ist als die anderen beiden Stipendien. Es war der ausdrückliche Wunsch von Frau Dr. Ruth Theil, dass wir das uns zugesprochene Erbe für die Förderung von Lyrik einsetzen. Das erste Lyrikstipendium im nächsten Jahr ist ein Schritt in diese Richtung.

Wir freuen uns auf tolle Bewerbungen!

Aktuelles

Ein ungewöhnlich vielseitiger Sprachspieler – Günter Guben zum 80. Geburtstag

Günter Guben © Ania Hatlas

Günter Guben © Ania Hatlas

Lyriker und Erzähler, Maler und Fotograf, Regisseur und Moderator – die künstlerischen Tätigkeiten Günter Gubens ließen sich noch um weitere Bereiche vermehren. So war er von 1966 bis 1969 Redakteur der von Horst Bingel herausgegebenen legendären „Streit-Zeit-Schrift“, war sechs Jahre lang bis 2010 Vorsitzender des Vereins Stuttgarter Schriftstellerhaus und hat ganz nebenbei zwei kleine Literaturverlage betrieben. Auf vielen Feldern ist Guben tätig gewesen und trat dabei von Anfang an als der lustvolle homo ludens auf, der er von Natur aus ist. Jetzt wird der vielseitige Künstler 80 Jahre alt, lebensfroh und humorvoll wie nur je.

Wenn Günter Guben öffentlich in Erscheinung tritt, etwa bei Lesungen, Vernissagen oder Gesprächsrunden, ist er nicht ohne einen breitrandigen schwarzen Hut zu denken, gewissermaßen sein Erkennungszeichen. Man hat ihn als „Urgestein der Stuttgarter Literaturszene“ bezeichnet und seine ebenso souveräne wie heitere Weise gerühmt, wenn er Veranstaltungen unterhaltsam moderiert und sich dabei nicht auf Kosten seiner Gäste in Szene setzt. Guben ist ein nimmermüder Erzähler von Geschichten und Geschichtchen aus dem Kulturbetrieb, hat im Laufe der Jahrzehnte viele der Größen kennengelernt und mit ihnen  zusammen agiert, so etwa mit Thomas Bayrle, Jochen Gerz oder Dieter Roth. Er ist mithin ein Zeitzeuge eigener Art, weil er – wie nur wenige andere – in allen Kunstsparten ungewöhnlich gut bewandert ist.

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Stipendiaten-Blog

28. Juni 2018

Ich bin unablässig damit beschäftigt, Menschen zu treffen und mich von ihnen zu verabschieden, die ich hier kennen- und schätzen gelernt habe.
Besonders gefreut hat mich, dass ich zwei junge Frauen vernetzt habe, die beide sehr kreativ sind, gute Ideen haben und dabei sind, jeweils einen Verlag zu gründen. Was läge da näher als ein Erfahrungsaustausch?
Ich selbst profitiere von einem Gespräch mit der erfolgreichen Autorin Sudabeh Mohafez. Sie hat mir Mut zu Schritten gemacht, die ich bisher nicht gewagt habe.
Bald steht mir der Abschied von Astrid Braun bevor. Was war das schön, nicht allein im Haus zu sein, sondern mal eben hinunter zu ihr ins Büro steigen zu können oder von ihr die SMS zu empfangen: »Essen?«
Ich werde euch alle so sehr vermissen!