Die Atmosphäre war faszinierend: In einer großen Stadt leben und gleichzeitig sehr geborgen sein in dem alten Haus. Man konnte losziehen und war dennoch beschützt.

— José F. A. Oliver, Stipendiat 1988
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Schreibwochen sind die besten.

Meine Woche: Gedichte. Gedichte. Gedichte. Gibt es etwas Schöneres? Nein. Gedichte meiner Nachfolgerin hier gelesen. Also, ich lese sie immer noch. Oft. Das ist doch das Tolle an Gedichten. Man kann sich von ihnen durch den Tag tragen lassen. Gedichte geschrieben. Gedichte vorgelesen. Schwebe also so zwischen Worten herum und lasse mich zwischendurch ein wenig durch die Stadt treiben. War das erste Mal in der Stadtbibliothek. Traue mich nicht wieder hinzugehen, weil ich Angst habe, nicht mehr raus zu kommen. Ruft Erinnerungen wach. Als Kind habe ich die ganze Kinderbücherei bei uns in der Stadt ausgelesen. Im Urlaub immer eine volle Bücherkiste. Ein Buch pro Tag, so hatte ich mir das ausgerechnet. Ich wünschte manchmal, ich hätte damals schon Listen geführt über mein Leseverhalten. Meine Wochenendlektüre wird übrigens der neue Band von Michelle Steinbeck. Wunderbare Aussichten.

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Stuttgart hat Sonne

Stuttgart hat Sonne. Der Nieselregen ist vorbei, der Winter anscheinend auch. Ich sah schon die ersten Leute Eis schleckend im Kino. Ich bin offenbar die Einzige, die immer noch im Schlafsackmantel eingewickelt durch die Stadt friert. Vielleicht schlafe ich auch zu wenig. Das passiert, wenn man ständig ausgeht. Lesung (Max Czollek, Desintegriert euch!), Konzert (Moop Mama), Kino (The Favourite) und dann noch ein Abstecher ins nahe Straßburg. Laptop gegen Schreibbuch getauscht. Nun habe ich genug gesammelt, also ausschlafen und weiter schreiben.

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Ausschreibung “Limburg-Preis” für Erzählungen

Die Stadt Bad Dürkheim vergibt 2019 im Rahmen ihres Literatur-Wettbewerbes zum zehnten Mal den ,,Limburg-Preis” für Erzählungen.
Ausgerichtet wird der Wettbewerb vom Kunstverein Bad Dürkheim.

Preisgeld: 4.000 Euro Weiterlesen »

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Kuchenkonsum steigend

Gutenmorgen Stuttgart, puh, nach so viel Socializing bei der Lesung, brauche ich direkt zwei Tage, um wieder in den Schreibflow zu kommen. Aber das ist ein sehr schöner Grund. Für mich jedenfalls war es ein wunderbarer Abend. Ich bin nun ein Monat hier. Habe das Kulturprogramm voll ausgenutzt und kenne die Routen durch den Schlosspark schon ziemlich gut, also ich sollte wohl mal beginnen, mich vorsichtig auszubreiten. Vielleicht schicke ich die Mauereidechsen vor, um mal die Lage zu checken. Es ist außerdem mein Geburtstagsmonat. Ihr bekommt mich also weiterhin gut gelaunt. Liegt vielleicht auch an den Unmengen an Kuchen, die ich verdrücken werde. Mehr davon nächste Woche.

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Vom Schreibglück

Ich bin schon ein bisschen verliebt in Stuttgart. Vielleicht liegt es am Schnee oder daran, dass ich so viel schreibe. Da geht einfach nichts drüber. Den ganzen Tag im Text und irgendwann Mal die Nase rausstrecken, einen kleinen Spaziergang wagen, was zu Essen holen, bisschen Schwäbisch lauschen. Und weiterschreiben. Gedichte lesen. Ich frage mich, ob das die Menschen im Zahnarztservicecenter nebenan auch beruhigt, wenn sie mir beim schaffen zuschauen. Ich brauche ja Licht zum schreiben, nur ganz selten mit geschlossenen Vorhängen, wenn ich wirklich wirklich meine Ruhe brauche. Aber jetzt gibt’s ja Schnee vorm Fenster. Und es ist richtig kalt und Eis auf den Brunnen. Ach, ich bin wohl doch ein Winterkind.

Zum Wochenende habe ich noch eine Aufgabe für euch. Ihr könnt sie bis Dienstag lösen und mir dann bei der Lesung verraten, ob ihr es geschafft habt. Eine befreundete Band hat ein Musikvideo gedreht, in dem, Chili und ich beide vorkommen. Findet ihr uns?