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Mit Kathrin Schmidt im Nordschwarzwald

Unter den Augen von Berthold Auerbach, dem Dichter aus Horb-Nordstetten, las Kathrin Schmidt (Fotos: Astrid Braun), die Stipendiatin des Schriftstellerhauses von April-Juni 2019, auf Einladung des Dichter-Kollegen Walle Sayer und des Berthold-Auerbach-Literaturkreises aus Horb-Nordstetten. Kathrin Schmidt hatte ihren neuen Lyrikband “waschplatz der kühlen dinge. Gedichte. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, im Gepäck sowie zwei Erzählungen.

“Im stattlichen Nordstetter Barock-Schloss wurde im Jahr 1986 das Berthold-Auerbach-Museum eingerichtet. Es illustriert die Lebens- und Wirkungsgeschichte des Erzählers und Romanciers Berthold Auerbach, der am 28. Februar 1812 als Moses Baruch Auerbacher in diesem einst vorderösterreichischen Dorf geboren wurde. Nordstetten, heute Teilort der Großen Kreisstadt Horb am Neckar, ist auch Schauplatz der meisten einst weltberühmten „Schwarzwälder Dorfgeschichten“, mit denen sich der zuvor kaum beachtete junge Literat über Nacht als Erfolgsautor etablieren konnte. Und seine anrührende Geschichte vom armen, aber unverzagt zuversichtlichen Waisenkind „Barfüßele“ rührte einst Leserinnen und Leser in aller Welt zu Tränen. Doch auch als fortschrittsbegeisterter „Gevattersmann“ der Deutschen und als volkspädagogisch engagierter Kalendermann hat der philanthropische Bestsellerautor des 19. Jahrhunderts sein Publikum gefunden.

Tief im Innersten seiner Identität getroffen hat den jüdischen Patrioten der im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland erneut aufflackernde Antisemitismus. Er sah sich angesichts dieser folgenschweren Entwicklung um sein großes Ideal von einer versöhnten Gesellschaft betrogen.

Berthold Auerbach starb am 8. Februar 1882 während eines Genesungsaufenthalts im südfranzösischen Cannes und wurde, seinem Wunsch entsprechend, auf dem jüdischen Friedhof seiner Heimatgemeinde bestattet. Erhalten geblieben sind in Nordstetten Auerbachs Ehrengrab und sein Geburtshaus.” (www.literaturland-bw.de/museum/info/41/)

Das aus zwei Zimmern bestehende Musuem ist Di 14.00-18.00 Uhr, Do 8.00-11.00 Uhr sowie nach Vereinbarung über die Ortschaftsverwaltung oder die Museumsleitung, Frau Agnes Maier, Tel. 07451-901-226, zu besichtigen.

Unter den Augen von Berthold Auerbach, dem Dichter aus Horb-Nordstetten, las Kathrin Schmidt (Fotos: Astrid Braun), die Stipendiatin des Schriftstellerhauses von April-Juni 2019, auf Einladung des Dichter-Kollegen Walle Sayer und des Berthold-Auerbach-Literaturkreises aus Horb-Nordstetten. Kathrin Schmidt hatte ihren neuen Lyrikband “waschplatz der kühlen dinge. Gedichte. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, im Gepäck sowie zwei Erzählungen.

“Im stattlichen Nordstetter Barock-Schloss wurde im Jahr 1986 das Berthold-Auerbach-Museum eingerichtet. Es illustriert die Lebens- und Wirkungsgeschichte des Erzählers und Romanciers Berthold Auerbach, der am 28. Februar 1812 als Moses Baruch Auerbacher in diesem einst vorderösterreichischen Dorf geboren wurde. Nordstetten, heute Teilort der Großen Kreisstadt Horb am Neckar, ist auch Schauplatz der meisten einst weltberühmten „Schwarzwälder Dorfgeschichten“, mit denen sich der zuvor kaum beachtete junge Literat über Nacht als Erfolgsautor etablieren konnte. Und seine anrührende Geschichte vom armen, aber unverzagt zuversichtlichen Waisenkind „Barfüßele“ rührte einst Leserinnen und Leser in aller Welt zu Tränen. Doch auch als fortschrittsbegeisterter „Gevattersmann“ der Deutschen und als volkspädagogisch engagierter Kalendermann hat der philanthropische Bestsellerautor des 19. Jahrhunderts sein Publikum gefunden.

Tief im Innersten seiner Identität getroffen hat den jüdischen Patrioten der im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland erneut aufflackernde Antisemitismus. Er sah sich angesichts dieser folgenschweren Entwicklung um sein großes Ideal von einer versöhnten Gesellschaft betrogen.

Berthold Auerbach starb am 8. Februar 1882 während eines Genesungsaufenthalts im südfranzösischen Cannes und wurde, seinem Wunsch entsprechend, auf dem jüdischen Friedhof seiner Heimatgemeinde bestattet. Erhalten geblieben sind in Nordstetten Auerbachs Ehrengrab und sein Geburtshaus.” (www.literaturland-bw.de/museum/info/41/)

Das aus zwei Zimmern bestehende Musuem ist Di 14.00-18.00 Uhr, Do 8.00-11.00 Uhr sowie nach Vereinbarung über die Ortschaftsverwaltung oder die Museumsleitung, Frau Agnes Maier, Tel. 07451-901-226, zu besichtigen.