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Per aspera ad astra – Gedanken zum Jahreswechsel von Astrid Braun

Foto: Astrid Braun

Diese Treppe zieht meine Blicke aus dem Fenster des Schriftstellerhauses magisch an. Ist sie vielleicht doch nicht nur eine Betonkonstruktion, sondern eine Materialisierung dessen, was der Lateiner gerne ins Sprichwörtliche “per aspera ad astra” hob, das im Deutschen etwa so übersetzt werden kann wie “über raue Pfade zu den Sternen?”. Diese Redewendung, so belehrt Wikipedia “… hat ihren Ursprung bei Seneca. Sie stammt aus seiner Tragödie Hercules furens (Der wildgewordene Herkules). Dort heißt es: ‘Non est ad astra mollis e terris via’, deutsch ‘Es ist kein weicher (= bequemer) Weg von der Erde zu den Sternen’.

Jahrein, jahraus sehe ich täglich Menschen frohgemut, wenn auch nicht eben wild geworden, die Stufen erklimmen, besonders im Sommer die nach Frische dürstenden Touristen, in der Hoffnung, oben angekommen mit einem besonders erquickenden Ausblick auf liebliche, gar begrünte Anlagen belohnt zu werden, eben getreu dem Motto über Steine (= raue Pfade) zu den Sternen. Genauso rasch wie erklommen, stolpern aber alle enttäuschten Blickes wieder nach unten, denn oben ist nichts außer einer weiteren Steinbrache, ein Platz der Leere. Zu manchen Zeiten bin ich versucht, aus dem Fenster zu rufen: “Haltet ein und mäßigt eurer Schritte Tempo, es lohnet nicht, was ihr erblicken werdet”. Und trotzdem rührt mich dieser Ansturm, dieser Eifer, weil er so typisch ist für menschliche Zuversicht.

Mein Entschluss wächst, diese Brache vor meinen Augen zu okkupieren, denn bald, ja bald wird es möglich sein, wenn nicht zu den Sternen, so aber doch wieder mehr zum erfreulichen, ja poetischen Tagwerk zu gelangen. Wer weiß, ob das Schriftstellerhaus dort oben nicht bald eine Dichteroase  errichten kann?

Ich hoffe, auch Sie halten sich dieser Tage an dem Ausspruch “per aspera ad astra” fest und sehen für das noch ganz frisch vor uns liegende Neue Jahr die Sterne. Genug Himmel ist ja!

Foto: Astrid Braun

Diese Treppe zieht meine Blicke aus dem Fenster des Schriftstellerhauses magisch an. Ist sie vielleicht doch nicht nur eine Betonkonstruktion, sondern eine Materialisierung dessen, was der Lateiner gerne ins Sprichwörtliche “per aspera ad astra” hob, das im Deutschen etwa so übersetzt werden kann wie “über raue Pfade zu den Sternen?”. Diese Redewendung, so belehrt Wikipedia “… hat ihren Ursprung bei Seneca. Sie stammt aus seiner Tragödie Hercules furens (Der wildgewordene Herkules). Dort heißt es: ‘Non est ad astra mollis e terris via’, deutsch ‘Es ist kein weicher (= bequemer) Weg von der Erde zu den Sternen’.

Jahrein, jahraus sehe ich täglich Menschen frohgemut, wenn auch nicht eben wild geworden, die Stufen erklimmen, besonders im Sommer die nach Frische dürstenden Touristen, in der Hoffnung, oben angekommen mit einem besonders erquickenden Ausblick auf liebliche, gar begrünte Anlagen belohnt zu werden, eben getreu dem Motto über Steine (= raue Pfade) zu den Sternen. Genauso rasch wie erklommen, stolpern aber alle enttäuschten Blickes wieder nach unten, denn oben ist nichts außer einer weiteren Steinbrache, ein Platz der Leere. Zu manchen Zeiten bin ich versucht, aus dem Fenster zu rufen: “Haltet ein und mäßigt eurer Schritte Tempo, es lohnet nicht, was ihr erblicken werdet”. Und trotzdem rührt mich dieser Ansturm, dieser Eifer, weil er so typisch ist für menschliche Zuversicht.

Mein Entschluss wächst, diese Brache vor meinen Augen zu okkupieren, denn bald, ja bald wird es möglich sein, wenn nicht zu den Sternen, so aber doch wieder mehr zum erfreulichen, ja poetischen Tagwerk zu gelangen. Wer weiß, ob das Schriftstellerhaus dort oben nicht bald eine Dichteroase  errichten kann?

Ich hoffe, auch Sie halten sich dieser Tage an dem Ausspruch “per aspera ad astra” fest und sehen für das noch ganz frisch vor uns liegende Neue Jahr die Sterne. Genug Himmel ist ja!