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Was bleibt von der Kultur nach Corona?

© Wolfgang Haenle

Der Klatschmohn auf diesem Foto von Wolfgang Haenle leuchtet so schön und seine kräftige Farbe ist irgendwie auch ein Zeichen der Hoffnung in dieser Zeit, die noch immer von vielen Unwägbarkeiten geprägt ist.

Kürzlich hat Boris Hauck, der die “Theatertage in Klein-Paris” leitet, die eigentlich im März im Bohnenviertel hätten stattfinden sollen, den Stuttgarter Zeitungen einen denkwürdigen Satz mit auf den Weg gegeben: Unter der Überschrift “Leere Bühnen und leere Kassen” war zu lesen: “Übrig bleibt nach Corona vielleicht nur Kunst mit Event-Charakter.” Denn Veranstaltungen sind jetzt zwar wieder möglich, aber sind die kleinen Orte noch da, in denen Hacks Veranstaltungen sonst stattfinden, die kleinen Restaurants zum Beispiel?

Auch wir im Schriftstellerhaus denken darüber nach, was noch bleiben wird. Früher haben wir mit Intimität und Nähe geworben, heute ist das ein Ausschlusskriterium. Wann werden wir wieder im guten Dutzend einer Lesung beiwohnen können, weniger bekannten AutorInnen mit kleiner Auflagenzahl ein Forum bieten können? So schön das alles ist mit dem Autokino und dem Wasen-Spektakel, der selbständigen AutorIn, MusikerIn, SchauspielerIn wird das nicht viel nutzen. Oder sind wir umgekehrt auf dem Weg zum kleinteiligen Format, weil hohe BesucherInnenzahlen gar nicht zugelassen sind?

Für Soloselbständige, die größtenteils durchs Raster gefallen sind, ist die Antragstellung für eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1180,- Euro für reine Lebenshaltungskosten leider nicht mehr möglich. Ende Mai war hier der Stichtermin.

Unsere Pläne: Zwar kann unsere für den 19. Juli angekündigte Präsentation der Anthologie “Hälfte des Lebens” im Garnisonsschützenhaus dort leider nicht stattfinden, aber der Hospitalhof gewährt uns für die Veranstaltung Asyl und zwar am 18. September um 19:30 Uhr.  Die “Komposition” der Anthologie nimmt vielstimmig Gestalt an.

Ab September wird vieles wieder möglich sein, die Lyriknacht am 11. September beispielsweise oder die öffentliche Lesung unserer jungen Talente aus dem Jungen Schriftstellerhaus am 25. September 2020, ebenfalls im Hospitalhof.

Schauen Sie in nächster Zeit mal in den Veranstaltungskalender des Schriftstellerhauses rein, es regt sich wieder was.

Astrid Braun

© Wolfgang Haenle

Der Klatschmohn auf diesem Foto von Wolfgang Haenle leuchtet so schön und seine kräftige Farbe ist irgendwie auch ein Zeichen der Hoffnung in dieser Zeit, die noch immer von vielen Unwägbarkeiten geprägt ist.

Kürzlich hat Boris Hauck, der die “Theatertage in Klein-Paris” leitet, die eigentlich im März im Bohnenviertel hätten stattfinden sollen, den Stuttgarter Zeitungen einen denkwürdigen Satz mit auf den Weg gegeben: Unter der Überschrift “Leere Bühnen und leere Kassen” war zu lesen: “Übrig bleibt nach Corona vielleicht nur Kunst mit Event-Charakter.” Denn Veranstaltungen sind jetzt zwar wieder möglich, aber sind die kleinen Orte noch da, in denen Hacks Veranstaltungen sonst stattfinden, die kleinen Restaurants zum Beispiel?

Auch wir im Schriftstellerhaus denken darüber nach, was noch bleiben wird. Früher haben wir mit Intimität und Nähe geworben, heute ist das ein Ausschlusskriterium. Wann werden wir wieder im guten Dutzend einer Lesung beiwohnen können, weniger bekannten AutorInnen mit kleiner Auflagenzahl ein Forum bieten können? So schön das alles ist mit dem Autokino und dem Wasen-Spektakel, der selbständigen AutorIn, MusikerIn, SchauspielerIn wird das nicht viel nutzen. Oder sind wir umgekehrt auf dem Weg zum kleinteiligen Format, weil hohe BesucherInnenzahlen gar nicht zugelassen sind?

Für Soloselbständige, die größtenteils durchs Raster gefallen sind, ist die Antragstellung für eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1180,- Euro für reine Lebenshaltungskosten leider nicht mehr möglich. Ende Mai war hier der Stichtermin.

Unsere Pläne: Zwar kann unsere für den 19. Juli angekündigte Präsentation der Anthologie “Hälfte des Lebens” im Garnisonsschützenhaus dort leider nicht stattfinden, aber der Hospitalhof gewährt uns für die Veranstaltung Asyl und zwar am 18. September um 19:30 Uhr.  Die “Komposition” der Anthologie nimmt vielstimmig Gestalt an.

Ab September wird vieles wieder möglich sein, die Lyriknacht am 11. September beispielsweise oder die öffentliche Lesung unserer jungen Talente aus dem Jungen Schriftstellerhaus am 25. September 2020, ebenfalls im Hospitalhof.

Schauen Sie in nächster Zeit mal in den Veranstaltungskalender des Schriftstellerhauses rein, es regt sich wieder was.

Astrid Braun