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Shida Bazyar im Literaturhaus

Astrid Braun und Shida Bazyar © Stefanie Stegmann
© Stefanie Stegmann

Verborgen hinter Masken und einem für diese Zeit passenden Plakat im Hintergrund begann das Wiedersehen mit Shida Bazyar, die uns im Literaturhaus ihren neuen Roman vorstellte. Die Erinnerungen an unser Lesefestival „Stuttgart liest ein Buch“ 2017 sind jedoch noch sehr präsent, wie sie im Gespräch mit Moderatorin Katharina Borchardt verriet und daß das Publikum dieses Mal in weiter Ferne an den heimischen Bildschirmen saß, bedauerte sie sehr.

 

Durch eine Kunststoffwand getrennt und mit gebührendem Abstand entwickelte sich zwischen Borchardt und Bazyar dennoch ein lebhaftes Gespräch über ihren fulminanten Roman „Drei Kameradinnen„, der, nicht nur im Titel, inspiriert ist von Erich Maria Remarques Roman „Drei Kameraden“. Wie die 3 Freunde in dessen Roman sind auch Bazyars Freundinnen in ihrem Roman, der zweite der Autorin, eng miteinander verbunden, sprechen gerne und reichlich dem Alkohol zu und auch das Nichtnennen des Handlungsortes hat ihre Geschichte mit dem Remarques‘ gemein.

Das Publikum an den Bildschirmen erfuhr auch einiges über Shida Bazyars Literatursozialisation, über ihre eigenen Gefühle in Bezug auf den alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft und ihres persönlichen Umgangs mit dem NSU-Prozess im Unterschied zu dem ihrer Romanfigur Saya.

„Ich möchte fair bleiben“ sagt die Erzählerin Kasih am Beginn des Romans – aber fair sei sie auf keinen Fall, meinte Shida Bazyar schmunzelnd und es sei durchaus gewollt, dass sich die Leserinnen und Leser immer wieder auch persönlich getroffen fühlen.

Die 3 kurzen Leseabschnitte, die einen sehr guten Eindruck von Klang und Rhythmus der Sprache vermittelten, waren klug ausgewählt und rundeten einen sehr interessanten Abend wunderbar ab.

Der Abend wurde vom Literaturhaus Stuttgart in Kooperation mit dem Stuttgarter Schriftstellerhaus und SWR 2 organisiert. Das Gespräch wurde vom SWR aufgezeichnet und am 27.4.2021 in der Reihe „Junge Autor*innen“ ausgestrahlt. Sie können es hier nachhören (Audio, 69 Min.)

Astrid Braun und Shida Bazyar © Stefanie Stegmann
© Stefanie Stegmann

Verborgen hinter Masken und einem für diese Zeit passenden Plakat im Hintergrund begann das Wiedersehen mit Shida Bazyar, die uns im Literaturhaus ihren neuen Roman vorstellte. Die Erinnerungen an unser Lesefestival „Stuttgart liest ein Buch“ 2017 sind jedoch noch sehr präsent, wie sie im Gespräch mit Moderatorin Katharina Borchardt verriet und daß das Publikum dieses Mal in weiter Ferne an den heimischen Bildschirmen saß, bedauerte sie sehr.

 

Durch eine Kunststoffwand getrennt und mit gebührendem Abstand entwickelte sich zwischen Borchardt und Bazyar dennoch ein lebhaftes Gespräch über ihren fulminanten Roman „Drei Kameradinnen„, der, nicht nur im Titel, inspiriert ist von Erich Maria Remarques Roman „Drei Kameraden“. Wie die 3 Freunde in dessen Roman sind auch Bazyars Freundinnen in ihrem Roman, der zweite der Autorin, eng miteinander verbunden, sprechen gerne und reichlich dem Alkohol zu und auch das Nichtnennen des Handlungsortes hat ihre Geschichte mit dem Remarques‘ gemein.

Das Publikum an den Bildschirmen erfuhr auch einiges über Shida Bazyars Literatursozialisation, über ihre eigenen Gefühle in Bezug auf den alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft und ihres persönlichen Umgangs mit dem NSU-Prozess im Unterschied zu dem ihrer Romanfigur Saya.

„Ich möchte fair bleiben“ sagt die Erzählerin Kasih am Beginn des Romans – aber fair sei sie auf keinen Fall, meinte Shida Bazyar schmunzelnd und es sei durchaus gewollt, dass sich die Leserinnen und Leser immer wieder auch persönlich getroffen fühlen.

Die 3 kurzen Leseabschnitte, die einen sehr guten Eindruck von Klang und Rhythmus der Sprache vermittelten, waren klug ausgewählt und rundeten einen sehr interessanten Abend wunderbar ab.

Der Abend wurde vom Literaturhaus Stuttgart in Kooperation mit dem Stuttgarter Schriftstellerhaus und SWR 2 organisiert. Das Gespräch wurde vom SWR aufgezeichnet und am 27.4.2021 in der Reihe „Junge Autor*innen“ ausgestrahlt. Sie können es hier nachhören (Audio, 69 Min.)