Menü

Zum 100. Geburtstag von Margarete Hannsmann

Fotografie des Zeitungsbeitrags über Margarete Hannsmann
Foto des Beitrags: Susanne Martin

Am 10. Februar, genau am 100. Geburtstag von Margarete Hannsmann, hat Kolumnist Gerhard Raff ein Porträt über die Jubilarin in der Stuttgarter Zeitung geschrieben.
Und wie es sich für den Kolumnisten Gerhard Raff gehört, ist der Artikel in der Weltsprache Schwäbisch verfasst, was so manchen Drehungen und Wendungen im Leben der Margerete Hannsmann eine vergnügliche Note verleiht.
Geboren wurde Margarete Hannsmann am 10. Februar 1921 in Heidenheim an der Brenz. Ihr Vater, ein “arme(s) Dorfschulmeisterlein” sei ein Nazi gewesen, wie sie selbst später in ihren Jugenderinnerungen  “Der helle Tag bricht an. Ein Kind wird Nazi” offen bekundet hat.
Ihren Ehemann Heinrich Hannsmann hat sie 1943 geheiratet, leider starb er noch jung an Jahren.
Alles Mögliche habe sie gemacht, so schreibt Raff, um sich und ihre Kinder durchzubringen.
1964 lernte sie den Autor und Radioredakteur Johannes Poethen kennen, den Gründer des Vereins Stuttgarter Schriftstellerhaus, der ihr “das Handwerk des Schreibens” beigebracht habe. Ihr Erstlingswerk war ein Gedichtband unter dem Titel “Tauch in den Stein”.
Es folgten viele Veröffentlichungen, Lyrik, Prosa, Hörspiele, Reisebeschreibungen.
1967 lernte sie ihre “große Liebe”, den Künstler HAP Grieshaber aus Reutlingen kennen und blieb bis zu dessen Tod 1981 “Muse und Lebensgefährtin”.
Lange Zeit wohnte sie in der “Schillereiche 23”, ein wunderbares Häuschen oberhalb des Bopsers und in der Nähe des Weißburgenparks, das die Stadt ihr für eine geringe Miete überließ. Sie blieb dort bis zu ihrem Tod im März 2007, immer der Dichtung und dem Schriftstellerhaus verbunden.
Begraben wurde sie am 5. April 2007 auf dem Degerlocher Dornhaldenfriedhof.
Der Verkauf der Schillereiche 23 führte zu der Einrichtung des Hannsmann-Poethen-Stipendiums, das alle zwei Jahre an ein KünstlerInnen-Tandem vergeben wird, ein Literat sowie ein Künstler aus der Bildenden Kunst oder aus der Musik reichen dazu eine Bewerbung mit einer gemeinsamen Projektidee ein. Die Realisierung wird mit einem dreimonatigen Arbeits-Aufenthalt in Stuttgart sowie einem finanziellen Budget ermöglicht.
Partnereinrichtungen sind das Stuttgarter Schriftstellerhaus und die Gedok.

Ganz frisch erreichte uns die Nachricht, dass das erste Prosawerk von Margarete Hannsmann seit dem 10. Februar 2021 online im Netz zu lesen ist.
Hannsmann veröffentlichte diesen autobiographischen Roman 1965 in der Nymphenburger Verlagshandlung München. “Drei Tage in C.” ist als kostenlos verfügbares Pdf des Buches bei A+C online. erschienen. Die Ausgabe enthält einen biobibliografischen Anhang sowie ein Nachwort des Herausgebers, Mondrian Graf v. Lüttichau, Berlin.

 

 

Fotografie des Zeitungsbeitrags über Margarete Hannsmann
Foto des Beitrags: Susanne Martin

Am 10. Februar, genau am 100. Geburtstag von Margarete Hannsmann, hat Kolumnist Gerhard Raff ein Porträt über die Jubilarin in der Stuttgarter Zeitung geschrieben.
Und wie es sich für den Kolumnisten Gerhard Raff gehört, ist der Artikel in der Weltsprache Schwäbisch verfasst, was so manchen Drehungen und Wendungen im Leben der Margerete Hannsmann eine vergnügliche Note verleiht.
Geboren wurde Margarete Hannsmann am 10. Februar 1921 in Heidenheim an der Brenz. Ihr Vater, ein “arme(s) Dorfschulmeisterlein” sei ein Nazi gewesen, wie sie selbst später in ihren Jugenderinnerungen  “Der helle Tag bricht an. Ein Kind wird Nazi” offen bekundet hat.
Ihren Ehemann Heinrich Hannsmann hat sie 1943 geheiratet, leider starb er noch jung an Jahren.
Alles Mögliche habe sie gemacht, so schreibt Raff, um sich und ihre Kinder durchzubringen.
1964 lernte sie den Autor und Radioredakteur Johannes Poethen kennen, den Gründer des Vereins Stuttgarter Schriftstellerhaus, der ihr “das Handwerk des Schreibens” beigebracht habe. Ihr Erstlingswerk war ein Gedichtband unter dem Titel “Tauch in den Stein”.
Es folgten viele Veröffentlichungen, Lyrik, Prosa, Hörspiele, Reisebeschreibungen.
1967 lernte sie ihre “große Liebe”, den Künstler HAP Grieshaber aus Reutlingen kennen und blieb bis zu dessen Tod 1981 “Muse und Lebensgefährtin”.
Lange Zeit wohnte sie in der “Schillereiche 23”, ein wunderbares Häuschen oberhalb des Bopsers und in der Nähe des Weißburgenparks, das die Stadt ihr für eine geringe Miete überließ. Sie blieb dort bis zu ihrem Tod im März 2007, immer der Dichtung und dem Schriftstellerhaus verbunden.
Begraben wurde sie am 5. April 2007 auf dem Degerlocher Dornhaldenfriedhof.
Der Verkauf der Schillereiche 23 führte zu der Einrichtung des Hannsmann-Poethen-Stipendiums, das alle zwei Jahre an ein KünstlerInnen-Tandem vergeben wird, ein Literat sowie ein Künstler aus der Bildenden Kunst oder aus der Musik reichen dazu eine Bewerbung mit einer gemeinsamen Projektidee ein. Die Realisierung wird mit einem dreimonatigen Arbeits-Aufenthalt in Stuttgart sowie einem finanziellen Budget ermöglicht.
Partnereinrichtungen sind das Stuttgarter Schriftstellerhaus und die Gedok.

Ganz frisch erreichte uns die Nachricht, dass das erste Prosawerk von Margarete Hannsmann seit dem 10. Februar 2021 online im Netz zu lesen ist.
Hannsmann veröffentlichte diesen autobiographischen Roman 1965 in der Nymphenburger Verlagshandlung München. “Drei Tage in C.” ist als kostenlos verfügbares Pdf des Buches bei A+C online. erschienen. Die Ausgabe enthält einen biobibliografischen Anhang sowie ein Nachwort des Herausgebers, Mondrian Graf v. Lüttichau, Berlin.