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Buchtipp von Astrid Braun: “In Zeiten der Ansteckung” von Paolo Giordano

Es war zu erwarten, dass dieser Tage schon eine erste Publikation in Sachen Corona auf den Markt kommt. Sie stammt aus der Feder eines itialienischen Schriftstellers, der von der Ausbildung her promovierter Physiker ist, also ein Naturwissenschaftler, der sich vor allem mit Zahlen auskennt, also genau weiß und es auch nochmals erklärt, was es mit der expononentiellen Entwicklung der Ansteckungszahlen auf sich hat oder mit der zeitabhängigen Reproduktionszahl. 

Als Tüpfelchen auf dem i stammt Paolo Giordano aus Italien, jenem Land also, aus dem wir in Europa, ja weltweit, die ersten wirklich schrecklichen Nachrichten von der tödlichen Gefahr des Corona-Virus erhalten haben.

Giordano fing nur wenige Tage nach dem kompletten Lockdown in ganz Italien (Anfang März 2020) an zu schreiben, auch um zu beobachten, was diese Erfahrung mit ihm macht.

Sein kleines Buch wurde sehr schön und sehr schnell übersetzt von Barbara Kleiner. Eine gute Übersetzung vermag es ja, den Stil des Originals in der Übersetzung abzubilden. Wenn dem so ist, ist die Prosa von Giordano von einer wunderbar flüssigen Klarheit. Sicher auch dem Thema geschuldet, denn der Autor hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst präzise über das Auftreten eines gefährlichen Virus zu informieren. Ein Vorgang, den es in der Geschichte der Menschheit auf Erden schon sehr oft gegeben hat und der sich mit Sicherheit wiederholen wird.

Das kleine Buch ist vom Format her ein Brevier. Ich denke an ein Gebetsbüchlein, obwohl es natürlich keine Gebete enthält, aber eine sehr klare Beschreibung dessen, was ist. Geschrieben in der vibrierenden Stille einer besonderen Auszeit. In dieser Form erinnert es mich an einen Text, den man immer wieder hervorholen, memorieren will wie ein Gebet. Wir können und müssen uns dem stellen, was das Virus bedeutet, ohne hysterisch, zu ängstlich oder ignorant zu werden. Dabei hilft ein sachlicher Wortfluss ungemein. Etwa wie das Auflegen einer kühlenden Hand auf eine heiße Stirn.

Wenn Sie das Buch selbst lesen möchten, finden Sie alle Angaben für eine Bestellung im unabhängigen Buchhandel hier

 

Es war zu erwarten, dass dieser Tage schon eine erste Publikation in Sachen Corona auf den Markt kommt. Sie stammt aus der Feder eines itialienischen Schriftstellers, der von der Ausbildung her promovierter Physiker ist, also ein Naturwissenschaftler, der sich vor allem mit Zahlen auskennt, also genau weiß und es auch nochmals erklärt, was es mit der expononentiellen Entwicklung der Ansteckungszahlen auf sich hat oder mit der zeitabhängigen Reproduktionszahl. 

Als Tüpfelchen auf dem i stammt Paolo Giordano aus Italien, jenem Land also, aus dem wir in Europa, ja weltweit, die ersten wirklich schrecklichen Nachrichten von der tödlichen Gefahr des Corona-Virus erhalten haben.

Giordano fing nur wenige Tage nach dem kompletten Lockdown in ganz Italien (Anfang März 2020) an zu schreiben, auch um zu beobachten, was diese Erfahrung mit ihm macht.

Sein kleines Buch wurde sehr schön und sehr schnell übersetzt von Barbara Kleiner. Eine gute Übersetzung vermag es ja, den Stil des Originals in der Übersetzung abzubilden. Wenn dem so ist, ist die Prosa von Giordano von einer wunderbar flüssigen Klarheit. Sicher auch dem Thema geschuldet, denn der Autor hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst präzise über das Auftreten eines gefährlichen Virus zu informieren. Ein Vorgang, den es in der Geschichte der Menschheit auf Erden schon sehr oft gegeben hat und der sich mit Sicherheit wiederholen wird.

Das kleine Buch ist vom Format her ein Brevier. Ich denke an ein Gebetsbüchlein, obwohl es natürlich keine Gebete enthält, aber eine sehr klare Beschreibung dessen, was ist. Geschrieben in der vibrierenden Stille einer besonderen Auszeit. In dieser Form erinnert es mich an einen Text, den man immer wieder hervorholen, memorieren will wie ein Gebet. Wir können und müssen uns dem stellen, was das Virus bedeutet, ohne hysterisch, zu ängstlich oder ignorant zu werden. Dabei hilft ein sachlicher Wortfluss ungemein. Etwa wie das Auflegen einer kühlenden Hand auf eine heiße Stirn.

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