Menü

In Zeiten von Corona: Michael Seehoff

Wir blicken dieser Tage fast drei Monate auf die Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown in weiten Teilen Deutschlands. Unsere Vorstandsmitglieder haben notiert, was Ihnen in dieser erzwungenen Pause so durch den Kopf gegangen ist.

Heute schreibt Michael Seehoff aus Korntal:

Michael Seehoff baut ein Hochbeet © privat

Seit Monaten liegt meine Frau mir in den Ohren, ein Hochbeet zu errichten. In Zeiten, in denen das Leben heruntergedimmt ist, kann ich dieses Projekt endlich angehen. Dort, wo das Hochbeet stehen soll, steht ein alter, total verholzter Fliederbusch. Schon seit langem sollte der entfernt werden. Nun weicht er dem Hochbeet. Ich grabe ihn aus. Mein Nachbar zersägt ihn in handliche Stücke, die im Kamin verfeuert werden können.

Das „Flurstück“ ist arg buckelig und teils abschüssig. Alles wird ausgeglichen und als Fundament nehme ich Steinstreifen, die ich in Beton einlasse und exakt mit der Wasserwaage ausrichte. Als ich ein Junge war, zeigte mir mein Großvater, wie er mithilfe von Bindfäden eine Ebene herstellen kann, die „im Wasser ist“.

Die Lieferung des Bausatzes für das Hochbeet verzögert sich aufgrund der Corona-Krise. Als er endlich da ist, mache ich mich gleich daran, alles aufzubauen. Das ist nicht weiter schwierig, ich besitze eine Bohrmaschine, mit der ich die vielen Schrauben eindrehen kann. Ein Gittergeflecht am Boden verhindert das Eindringen von Wühlmäusen. Meine Frau Tatjana hat zur Befüllung viele Säcke Erde besorgt. Unten kommt der abgeschnittene Fliederbusch rein, dann eine Schicht Kompost, besorgt aus einem aufgelassenen Garten. Schicht um Schicht füllt sich das Hochbeet.

Dann geht es ans Pflanzen. Die Aufzucht der Salate und der Kräuter liegt in Tatjanas Hand. Nach einigen Wochen können wir den ersten Salat aus dem Hochbeet essen. Die Größe der Zucchini haut mich um: Auf kleinstem Raum großes Gemüse züchten!

Michael Seehoff schreibt regelmäßig in seinem Blog “Lerchenflug” über literarische und andere Ereignisse in der Stadt Stuttgart.

Wir blicken dieser Tage fast drei Monate auf die Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown in weiten Teilen Deutschlands. Unsere Vorstandsmitglieder haben notiert, was Ihnen in dieser erzwungenen Pause so durch den Kopf gegangen ist.

Heute schreibt Michael Seehoff aus Korntal:

Michael Seehoff baut ein Hochbeet © privat

Seit Monaten liegt meine Frau mir in den Ohren, ein Hochbeet zu errichten. In Zeiten, in denen das Leben heruntergedimmt ist, kann ich dieses Projekt endlich angehen. Dort, wo das Hochbeet stehen soll, steht ein alter, total verholzter Fliederbusch. Schon seit langem sollte der entfernt werden. Nun weicht er dem Hochbeet. Ich grabe ihn aus. Mein Nachbar zersägt ihn in handliche Stücke, die im Kamin verfeuert werden können.

Das „Flurstück“ ist arg buckelig und teils abschüssig. Alles wird ausgeglichen und als Fundament nehme ich Steinstreifen, die ich in Beton einlasse und exakt mit der Wasserwaage ausrichte. Als ich ein Junge war, zeigte mir mein Großvater, wie er mithilfe von Bindfäden eine Ebene herstellen kann, die „im Wasser ist“.

Die Lieferung des Bausatzes für das Hochbeet verzögert sich aufgrund der Corona-Krise. Als er endlich da ist, mache ich mich gleich daran, alles aufzubauen. Das ist nicht weiter schwierig, ich besitze eine Bohrmaschine, mit der ich die vielen Schrauben eindrehen kann. Ein Gittergeflecht am Boden verhindert das Eindringen von Wühlmäusen. Meine Frau Tatjana hat zur Befüllung viele Säcke Erde besorgt. Unten kommt der abgeschnittene Fliederbusch rein, dann eine Schicht Kompost, besorgt aus einem aufgelassenen Garten. Schicht um Schicht füllt sich das Hochbeet.

Dann geht es ans Pflanzen. Die Aufzucht der Salate und der Kräuter liegt in Tatjanas Hand. Nach einigen Wochen können wir den ersten Salat aus dem Hochbeet essen. Die Größe der Zucchini haut mich um: Auf kleinstem Raum großes Gemüse züchten!

Michael Seehoff schreibt regelmäßig in seinem Blog “Lerchenflug” über literarische und andere Ereignisse in der Stadt Stuttgart.